Lagerung

Schokolade ist haltbar, aber empfindlich: Sie nimmt Fremdgerüche an wie kaum ein zweites Lebensmittel, reagiert auf Wärme mit grauem Reif — und der Kühlschrank, der sie retten soll, ist meist ihr schlechtester Aufenthaltsort.

Die vier Regeln

Fettreif und Zuckerreif

Der berühmte graue Schleier hat zwei ganz verschiedene Ursachen — beide sind kein Verderb, sondern Schönheitsfehler:

Betroffene Schokolade kann man bedenkenlos essen oder verbacken — fürs Verkosten und Verschenken ist sie optisch verloren.

Wenn es doch der Kühlschrank sein muss

Bei sommerlicher Hitze ohne kühlen Raum: Schokolade luftdicht verpackt (Beutel oder Dose) in den wärmsten Bereich des Kühlschranks legen — und vor dem Öffnen der Verpackung vollständig auf Raumtemperatur kommen lassen. So bleibt das Kondenswasser draußen und der Zuckerreif aus.

Haltbarkeit

Als Faustwerte aus der Praxis: Dunkle Schokolade hält sich gut verpackt deutlich über ein Jahr, Milchschokolade etliche Monate, weiße Schokolade und gefüllte Ware (Pralinen, Nuss, Sahnefüllungen) am kürzesten. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum — einwandfrei gelagerte Tafeln sind meist weit darüber hinaus genießbar; entscheidend sind Geruch (ranzig?) und Optik. Füllungen sind die Schwachstelle, nicht die Schokolade selbst.