Heute zeigen wir uns von unseren edelsten Seite und schauen ein bisschen über den Tellerrand der klassischen Edelbitter-Tafelschokoladen.
Aus dem Hause Coppeneur, von welchen wir auch schon die handgeschöpften Praliné Tafeln getestet hatten, kommt eine Pralinen Zusammenstellung in edler schwarzer Verpackung mit einer edelweissen Schleife.

Coppeneur Pralinen Box

Coppeneur Pralinen Box


In der Mischung befinden sich 12 verschieden Pralinen, wobei jede im Booklet einzeln aufgeführt wird. Da Coppeneur die Mischung nicht nur in der Hauseigenen Confiserie in Bad Honnef verkauft, sondern auch an ausgewählte Händler verteilt, ist dieses Booklet sehr praktisch.
Man weiss direkt was sich in der Packung befindet und kennt den Inhalt der Pralinen, da sich auch für jede Praline ein Bild im Booklet befindet.

Somit kann man auf eine sehr unschöne transparente Verpackung verzichten.
Bei der Packung hat Coppeneur sowieso einiges ans Hirnschmalz verwendet. Wer denkt die Pop-Up Packung der „Celebrations“ wäre schon gewitzt, der wird seine helle Freude an der Fold-Out Version, welche deutlich stabiler und schöner ist.

Man muss die matt-schwarze Papp-Verpackung leicht an den Seiten ziehen und dann die Beine runterkippen, sodass sich die Pralinen in der Mitte offenbaren und das Süsse Innere wie auf einer kleinen Anrichte steht.
Die Pralinen schimmern von goldgelb bis dunkelbraun und sind teilweise mit einer Schoko-Espressobohne verziert, teilweise gedreht wie aus einer Sahnespritze und auch einfach nur mit einer Nuss oder Pistazie darauf.

Die Inhaltsliste ist dementsprechend ellenlang und wir wollen nur die wichtigsten Auszüge hier aufführen: Mandeln (20%), Kakaomasse, Kakaobutter, Haselnusskerne (3%), Walnüsse (2%), Florentiner (1%), Pistazien (1%), Whisky (1%), Amaretto-Likör (1%), Kirschwasser (0,3%), Kaffee (0,2%), Weingeist, Orangeat, Marc de Champagne, Himbeergeist …

Coppeneur Box Offen

Coppeneur Box Offen


Wie man unschwer erkennt sind einige Alkoholika in den Pralinen und dazu noch in jeder etwas anderes. Übrigens ist nicht jede Praline mit Alkohol gefüllt, bei der Mandelnougat oder den Sacher Spitzen konnten wir keinen Likör oder ähnliches herausschmecken.

Wir starten den Test mit den Pralinen welcher einer klassischen Schokolade noch am ähnlichsten sind und beginnen mit den Sacher Spitzen. Der Glanz der Pralinen ist durch den aufgebrachten Schellack sehr schön und auch die Konsistenz ist sehr weich und homogen.
Wichtig ist das man die Mischung zwischen +15 und +18 °C lagert, wie auch einen guten Rotwein.

Die Sacherspitzen sind relativ süss und werden schnell zu einer klebrigen und weichen Massen, ähnlich geht es auch den Mandel-Schicht-Nougat.
Der Blätter Nougat ist etwas bröselig und schmeckt eigentlich kaum Schokoladig obwohl er doch eine ganz gute Hülle hat welche aus Schokolade besteht.

Eine sehr gewagte Position stellt die Pistazie Cassis dar, welche mit einen Schuss Preiselbeer-Likör verfeinert eine leicht cremige, salzig herbe und klebrig süsse Praline gibt. Mit einem etwas klassischeren Geschmack aber ähnlicher Komposition kommt die Wiener Apfelstrudel daher, welche noch mit ein paar Nusssplittern verfeinert ist.

Irish Coffe und Kirsch-Marzipan waren deutlich zu intensiv im Alkohol Geschmack und liessen kaum andere Aromen durch. Die Irish Coffe hingegen war noch relativ cremig. Die Kirsch Marzipan war etwas trocken und zu grob vom Marzipan.
Man möchte ja denken das für die Amaretto-Marzipan ja das gleiche Marzipan verwendet wird, jedoch ist es hier deutlich cremiger und sanfter, ausserdem mischt es sich wunderbar mit der süssen Mandelnote des Amaretto.

Die Walnuss Marzipan und die Florentiner Mandelnougat sind genauso wie man sie sich vorstellt. Einerseits süss mit einer leichten Nuss-Note und auf der anderen Seite sehr cremig und klebrig.

Leider kommt für uns als Schokoladenfreunde die Kakaobohne zu wenig in der Vordergrund und sie kann nicht zeigen was sie eigentlich leistet.
Über den Kakaoanteil oder die verwendete Sorte wird leider keine Angabe gemacht, aufgrund der geringen Menge ist es auch schwer hier eine Einschätzung über die Qualität zu treffen.
Geschmacklich würde ich schätzen das es eine Mischung aus afrikanischen Bohnen ist.

Ein paar Interessante Kompositionen sind dabei, wie z.B. die Pistazie oder Cafe Nougat Arabica mit der Moccabohne. Jedoch sind einige Pralinen nicht so unser Fall gewesen und waren viel zu alkoholisch.
Die Mischung für 14.95 € ist dennoch auf jeden Fall einen Blick wert, da die Präsentation unschlagbar ist und durch die Zusammenstellung für jeden etwas dabei ist. Geschmäcker sind schliesslich verschieden, und übriggeblieben ist bei uns mit Sicherheit nichts 😉

Post von: Author | 03-25-2010 | um 06:08
Kategorien: Coppeneur

Schokoladige Tags

2 Kommentare zu “Coppeneur Mandeln & Nüsse Pralinen Collection”

  1. Enrico Rovira – Bombolas de almender (Senf-Mandeln) 100g | Schokolade Blog Says:

    […] verwandten Ecke kommt. Jeder der schon einmal eine Praline gegessen hat, oder sogar die Coppeneur Pralinen aus dem letzten Test, wird wissen das Mandeln die Basis Zutat für eine gute […]

  2. anaball Says:

    Eine neue Delikatesse kommt bald auch aus Dubai zu uns. Schokolade aus Kamelmilch. Bin gespannt ob sie sich durchsetzt.