Lange habe ich mich immer gesträubt bei den Schokakola einmal zuzugreifen, denn sie sind mir schon oft über den Weg gelaufen.
Nahezu an jeder Tankstelle kann man die runde und auffällige Blechdose kaufen in der angeblich eine Schokolade sein soll welche Kola enthält, so interpretiert man zumindest den Namen des Produktes.

Da ich ein Freund von Edelschokoladen bin und eine Tankstelle ja nicht gerade der Anlaufpunkt für edle Kakaosorten ist, wurde die Schokolade von mir immer links liegen gelassen.

The Schokakola Box

The Schokakola Box


Letztens hatte mich aber ein Freund angesprochen, warum ich eigentlich noch nie die Schoka-Kola getestet habe. Und immerhin kann man ja auch die guten Schokosticks von Rausch mittlerweile an Tankstellen kaufen, deshalb sind die Schoko-Kola heute als Test bei uns im Blog, mal sehen wie sie ich schlagen.

Die Packung wirkt sehr aufreizend, aber dennoch recht kompakt für die Menge von 100g welche in der Box enthalten ist. Das Design erinnert ein bisschen an die 70er, was vermutlich auch bewusst so gehandhabt ist.
Man könnte bei dem Design sogar auf den Gedanken kommen das es sich um eine DDR – Schokolade handelt, hier weiss ich jedoch nichts genaues, schreibt doch einen Kommentar dazu.

Die Schokolade ist in kleine Kuchenstücke eingeteilt, welche es sich im inneren der Blechdose auf 2 Etagen bequem machen. Zwischen beiden Etagen ist ein Trennpapier eingezogen, damit man später nicht eine grosse Schokokugel hat. Da sich Metall im Sommer stark aufheizt, empfiehlt es sich die Scho-Ka-Kola immer aus der Sonne zu halten.

Entgegen meiner anfänglichen Hypothese ist in der Schokolade keine flüssige Cola enthalten, sondern der Extrakt der Kola-Nuss. Um genau zu sein ist an Wachmachern folgendes in der Schokolade : Kaffe geröstet (2,6 %) und Kolanusspulver (1,6 %).
Die Schokolade selbst hat einen Kakaoanteil von 58% was sie zu einer Zartbitterschokolade macht. Bei einem Energiegehalt von 523 kcal pro 100g ist die Schokolade ganz vorne dabei was die Dickmacher angeht.

Mit dem Koffeingehalt aber ebenfalls, den laut Packung enthalten bereits 4 Ecken so viel Koffein wie ein starker Espresso. Die Nacht kann also kommen 😉

Schokakola Open

Schokakola Open


Auf der einen Seite hat die Packung eine Einbuchtung, in welche man zum Öffnen der Dose einfach mit dem Daumen drücken soll. Bei uns hat dieser Mechanismus allerdings erst geklappt, nachdem wir bereits die erste Etage komplett gegessen hatte. Durch ein sanftes drehen bekommen wir die Dose aber auch zum ersten Test so geöffnet.

Sofort strömt ein intensiver und dunkler Schokoladengeschmack aus der Dose wie ich ihn selten bei einer Tafelschokolade erlebt habe. Leider ist der Duft etwas künstlich und riecht nach zugesetztem Aroma.
Der Geschmackstest liefert ein etwas verschwommenes Bild auf den vorher festgestellten Geruch. Zwar schmeckt die Schokolade nicht künstlich oder nach Aroma, jedoch fehlt ihr irgendwie der typische Charakter einer Zartbitter Schokolade. Für 58% Kakao hat die Schokolade erstaunlich wenig Schmelz und ist sehr hart.
Einmal im Mund wird sie etwas cremig, bleibt jedoch im Aroma sehr zurückhaltend.

Obwohl man meint dies wäre etwas dröge, so hat die Schoka-Kola doch ihr ganz eigenes Flair. Die einzelnen Stücke lassen sich nicht so sehr wie eine Schokolade, sondern eher wie Energy-Drops mit Schokonote verstehen.
Aus diesem Gesichtspunkt gefallen einem die Schokakola sehr gut und man lernt sie mit ihren Eigenheiten zu schätzen.
Der Energykick ist übrigens enorm, bereits nach 3 Ecken ist man stark aufgeputscht und fühlt sich wach und alarmiert wie bei einem starken Kaffee.

Wer eine Vollblut Schokolade erwartet mit Charakter ist bei der Schokakola definitiv falsch. Wer allerdings den Koffeinkick in Form von leicht herber und knackiger Schokolade sucht, der könnte nicht richtiger sein.
Ein klares Nischenprodukt, das aber seinen Fans sehr zu gefallen weiss, mein Herz hat die Scho-Ka-Kola erobert.

Post von: Author | 11-30-2009 | um 21:59
Kategorien: SCHO-KA-KOLA GmbH

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