Nach einem kleinen Intermezzo mit einer guten Domori Apurimac Schokolade sind wir wieder bei den altbekannten Labooko Doppelschokoladen gelandet.
Vom Kakaogehalt wieder ein bisschen zurück ist die Labooko Schafmilch 50 und die Scharfes Schaf 60 ein kleines Fallback Richtung Milchschokolade.
Schokolade-Labooko
Von einer normalen Kuhmilch wie man sie in Milka oder Rittersport Alpenmilch Tafeln findet kann hier allerdings keine Rede sein.
Beide Tafeln aus der Doppelschokolade sind mit Schafsmilch anstatt mit normaler Kuhmilch hergestellt.
Als ein Grund für den Wechsel wird z.B. eine Kuhmilch Unverträglichkeit angegeben die man als Schokoladenfreund evtl. hat. In einem solchen Fall wäre man auf die hochprozentigen Schokoladen beschränkt welche in der Regel schon ab 75 – 80% kein Milchpulver mehr beinhalten.

Neben dem Faktor, das Schafsmilch etwas trockener und aromatischer im Geschmack sein soll, ist sie den meisten Schoko-Freunden wohl noch unbekannt.
In der Beschreibung ist vermerkt, das Schafsmilch mit 7% Fettanteil und 6% Eiweissanteil deutlich gehaltvoller ist und mit einem erhöhtem Gehalt von Vitaminen und Mineralien sowie Calcium ist sie auf der gesünderen Seite.
Für die Schafmilch 50 wurde in die Tafel des weiteren noch eine Prise Salz und Walnüsse eingefügt.

Wenn man die Tafel zuerst sieht kommt sie einem unglaublich dunkel und sehr matt für eine 50% Tafel vor und das obwohl die Schafsmilch mehr als doppelt so viel Fettgehalt wie eine Kuhmilch hat. Nebenbei sei hier auch nur erwähnt das Zotter wie bei jeder Labooko, KEINE Nährwerttabelle aufgedruckt hat.
Labooko-Schokoladen-Tafel
Auf der Rückseite finden sich noch einmal alle Inhaltsstoffe, sowie deren Herstellungsweise (Bio, Fairtrade …) und man erkennt das beide Tafeln ungefähr einen FairTrade Anteil von 80% haben, was 20% über der letzten Labooko liegt.

Im Geschmack zeigt die Tafel aber dennoch ein klares Milchschokoladen verhalten. Sie ist sehr cremig und hat einen leckeren Schmelz. Der Kakaogeschmack ist für eine 50% Tafel sehr lasch, aber dafür merkt man die leicht herzhaft-salzige Note mit einem vollen Walnuss Aroma.

Definitiv ein angenehmes Erlebnis, jedoch irgendwie zu lasch und zu wenig Kakao lastig. Man sollte die Tafel übrigens mindestens 20 min. bei Raumtemperatur liegen lassen und nicht direkt aus dem Kühlschrank legen, damit sich die Aromen entfalten können.

Die scharfes Schaf auf der rechten Seite der Dualen Tafel ist vom Konzept her ähnlich, der Kakaoanteil wurde um 10% aufgebohrt, da keine spezielle Beschreibung angegeben ist wird es sich wohl um den gleichen Kakao aus Peru und Nicaragua handeln wie in der normalen Schaf 50.

Wieder mit Walnüssen verfeinert gesellen sich noch ein paar Bird-Eye Chillis mit einem Scoville Wert von 150.000 – 200.00 dazu.
Wer schon einmal eine Asien Reise gemacht hat oder in einem gut sortierten Asia Markt einkauft, weiss was die kleinen Biester drauf haben.

In der Schokolade fand ich die Bird-Eyes allerdings sehr lasch und auch sehr schlecht verteilt. In einem Stück waren sie gar nicht vorhanden, im nächsten schon, so richtig scharf war es dann aber auch nicht.

Der Kakaogeschmack geht in einer undefinierbaren Mischung aus halb scharf und einem fehlendem Schmelz, sowie einer absoluten nicht vorhandenen cremigkeit der Tafel unter.

Hier muss ich sagen wurde ich von der Scharfes Schaf 60 zum ersten mal von Zotter und den Labookos enttäuscht, denn die Tafel ist wirklich mal lahm und garnicht „Scharf“.

Insgesamt ist die Mischung aus den beiden Tafel zwar nicht unbekömmlich aber sehr langweilig und bei der scharfen Version wirklich nicht zu empfehlen.

Post von: Author | 09-10-2009 | um 01:31
Kategorien: Zotter Manufaktur

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