bioart-kurbiskern

Yesssss, da bin ich schon ein wenig Stolz auf meine näheren Landsleute aus Seeham im Salzburger Land!! Endlich eine ausgewiesene Bioschokolade, die man guten Gewissens in einem Schokoladenfachgeschäft zwischen die Zotters und Coppeneurs stellen kann. Eigentlich stellen sollte, und bei dem Preis braucht man auch nicht davor zurückschrecken, sie im Supermarkt im Schokoladenregal zu platzieren anstatt in der „Bio only“ Mauerblümchen-Abteilung.

Was für ein wohltuender Unterschied zu all dem anderen Zeugs, dass in dieser Abteilung als „Bio-Schokolade“ angeboten wird. Bio & FairTrade sind ganz tolle Ideen, aber durchsetzen wird sich das nur, wenn die Produkte auch wirklich hochwertig sind. So wie bei Zotter. Und definitiv auch so wie bei Bioart!

Hersteller: Seit über 10 Jahren vertreibt BioArt von Seeham aus qualitativ, optisch und moralisch einwandfreie Bio-Lebensmittel. Ich vermute mal, auch mit passablem kommerziellen Erfolg. Die Homepage ist fantastisch, die Story toll und, was ich halt so extrem schätze: Die Schokolade wird schmeckbar von Schokoprofis hergestellt. Da hat man sich mit viel Liebe zum Detail viele Gedanken gemacht.

Verpackung: Erinnert den gewieften Schokosüchtler natürlich sofort an Berger aus Lofer im Pinzgau. Egal,wer zuerst da war, das ist hervorragend gelungen! Man kriegt beim Anblick dieser Verpackungen einfach Riesenlust darauf, die Schokolade sofort zu probieren. Ich habe mich aus Solidarität zu meiner Heimat Steiermark für die Variante mit Kürbiskernen entschieden. Steiermark- Grün-Kürbiskerne, das passt einfach zusammen. 9 von 10 Punkten.

Form: Die Tafeln sind optisch eine Augenweide – was für eine Überraschung bei einem „Bio-Produkt“! Fantasievolle Oberflächenprägungen lassen das Gefühl aufkommen, hier ein absolutes Edelprodukt eines Top-Chocolatiers erstanden zu haben. Natürlich wäre noch ein wenig dünner noch ein wenig besser, aber hier hat man sich offenbar für einen Kompromiss wegen der Verpackung entschieden (noch dünner bedeutet aufwändigere Verpackung). Hätte man aber auch anders machen können, daher kleine Abzüge. 7,5 von 10 Punkten.

Geschmack: Die Schokolade selbst ist sehr guter Durchschnitt für eine 40% Vollmilchschokolade – für eine ausgewiesene „Bio-Schokolade“ ist das schlichtweg ein Vordringen in neue Galaxien. Zotter macht zwar Bio, aber das ist für ihn eine Selbstverständlichkeit und keine „Unique Selling Proposition“, daher zähle ich ihn hier nicht dazu. Als Schokofreak wäre mir natürlich ein intensiverer Kakaogeschmack auch sehr recht. Entweder ein Upgrade bei den Bohnen (hmm, nicht so einfach wegen der Bio-Vorgabe) oder halt ein höherer Kakaoanteil. Leute, 60% Milchschokoladen sind, wenn sie gut gemacht sind, einfach der Hammer. Ich verstehe nicht, warum man die so selten sieht…. Ich habe aus guten Gründen noch keine Bewertung für andere Bio Schokoladen abgegeben: Mehr als 2 von 10 hätte da keine bekommen. Und die Bioart?: Supergute 8 von 10 Punkten.

Konsistenz: Die Schokolade ist auf der Bodenseite mit Kürbsikernen bestreut. Das mag zwar aus mehreren Gründen effektiv sein, ich halte das aber für einen „nicht so guten“ Kompromiss. Ausserdem wären ein paar mehr von den Kernen auch nicht schlecht. Weil die Vollmilchschokolade aber derart gut gelungen ist, vergebe ich die aus meiner Sicht höchstmögliche Bewertung für bestreute Schokolade: 7 Punkte.

Gesamteindruck: Die Zutaten Bio, Engagement, Herzblut, Professionalismus, Design und Liebe zur Schokolade sind hier zu einem tollen Gesamtkunstwerk vermengt. Kernig-steirisch-salzburgerische 8,5 von 10 Biokunstwerk-Schokopunkten für die Vollmilch-Kürbiskern von BioArt.

Post von: Helmut | 01-31-2009 | um 16:20
Kategorien: Bioart

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