Läderach Weiss

Läderach Weiss

Hmm, die Deutschlehrer unter uns werden möglicherweisse die Stirn runzeln. Im hauseigenen Onlineshop steht tatsächlich „gehackteM“ Crepes. Gibt’s da im Französischen keine Einzahl?

Aufgefallen ist mir diese Schokolade zu ersten Mal in einem Onlineshop, wohl aufgrund der Crepes, die ja alles andere als eine übliche – und somit eine spannende – Zutat sind. Als ich sie dann in einem edlen Schoko-Laden im ehrenwerten Palais Ferstl in Wien wiederentdeckt habe, hat das meine Erwartungen derart in die Höhe geschraubt, dass ich schliesslich zugegriffen habe.

Verpackung: Gute Mittelklasse würde ich sagen. Die mit Herzblut geschriebene Handschrift einer typischen Schokolademanufaktur ist das aber sicherlich nicht. Da weht mehr als nur ein Hauch Industrie mit, etwas sehr glatt. Die Listung bei Migros kommt nicht von ungefähr. 7 von 10 Punkten

Geschmack: Zugegeben, ich kenne – mit einer ruhmreichen Ausnahme, die ich sicherlich bald im Blog vorstellen werde – keine weisse Schokolade, die mich richtig vom Hocker haut. Die meisten bestehen zu gefühlten 90 Prozent aus Zucker. Trotz entsprechender Zweifel biss ich erwartungsfroh in das erste Stück, vor allem wegen der Crepes. Und siehe da:

Diese Schokolade besteht zu gefühlten 110 Prozent aus Zucker!! Die Schokolade ist schon heftig, aber die Crepes schmecken eigentlich nur nach Würfelzucker. Definitiv nicht mein Ding, daher kann ich nicht mehr als 3 von 10 Punkten vergeben.

Aber: Die Horde beim Kindergeburtstag, der ich den Rest der Tafel für das beliebte Schokoladeschneiden nur allzu gern vermacht habe, war hellauf begeistert. Die hätten wohl locker 8 von 10 Punkten vergeben. Mein Tipp an Läderach: Weg mit dem Pseudo-Edeldesign auf der Packung, einen knallbunten Dino drauf, einen Euro billiger und das Zeug verkauft sich wie wild. Inmitten der Domoris, Coppeneurs und Zotters im Schokoladegeschäft finde ich es aber deplatziert.

Konsistenz: Die Idee mit den Crepes ist eigentlich toll. Für die – sicherlich nicht einfache – adäquate Umsetzung braucht es aber Leute mit mehr Feingefühl und, da hamma’s wieder, Herzblut.

Gesamteindruck: Auf den ersten Blick eine interessante Idee, aber in dieser Umsetzung ist das nix für eine Zielgruppe, die 2,40€ für 80 Gramm Schokolade auszugeben bereit ist. 4 von 10 grenzübergreifend (Schweiz-Deutschland) mittelmässigen Zuckerbombenpunkten.

Post von: Helmut | 01-26-2009 | um 23:41
Kategorien: Läderach

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