Hussel ist ein traditionsreiches Haus. Auf der Packung steht mit nicht wenig Stolz, dass man eien „Confiserie seit 1949“ ist. Die Tafel habe ich wie die Stainer Energy im Kölner Schokoladenmuseum gekauft. Der Preis waren so 3-4 Euro. Die Tafel ist 80 Gramm Schokolade mit 82%igem Kakao Anteil. Hier ein Blick auf die Front:

Hussel Iara

Besonders an der „Iara – Chocolat Grand Cru de Plantation“ ist, dass der darin verwendete Kakao nicht nur aus einem Land ist, sondern sogar von einer einzigen Plantage. Das „Grand Cru“ im Namen läßt mich irgendwie an wein oder Champagner denken. Was „48 Stunden conchiert“ bedeutet – was auch auf der Packung steht – weiß ich noch nicht oder nicht mehr. Der Bildungsausflug ins Schokoladenmuseum ist einige Monate her. 😉 Auf der Rückseite der Packung findet man nicht nur den Namen sondern sogar den Besitzer der Kakaoplantage namentlich benannt – könnte man also vielleicht als „sortenrein“ bezeichnen?!

Hussel Iara Chocolat Grand Cru de Plantation

Hier in besser lesbarer Form ausgeschrieben:

Die Provinz Los Rios ist das Cacao-Eldorado Ecuadors. Hier gedeihen die besten Arriba-Edelcacaosorten Südamerikas. Westliche feuchtwarem Pazifikwinde sorgen für ein Klima, in dem Arriba-Kakao ihre vielfältigen Geschmacksnuancen wundern entfalten. Fast in Sichtweite des Chimborazos, einem der höchsten Vulkane des Kontinents, liegt die Plantage Iara; benannt nach der jüngsten Tochter des Plantagenbesitzers Gonzalo Martinetti. Seit Jahren baut Senor Martinetti hier beste Edelcacaos in Bio-Qualität an. Fermentation und Trocknung erfolgen nach einer seit Jahrhunderten überlieferten Weise und verleihen diesen Arriba-Kakaobohnen ihren ursprünglichen Charakter.
Iara Edelbitter 82% ist eine mutig-komplexe Komposition mit einer raffinierten Andeutung von Fruchtakzenten. Erfrischend säuerlich – dezent bitter.

Sehr schön an der Verpackung finde ich, dass sie wirklich sehr gut wiederverschließbar ist. Eine Schokolade mit so hohem Kakaoanteil kann man nicht „am Stück essen“ auch wenn die Tafel mit 12,5 cm * 10,5 cm * 8 mm nicht all zu groß ist. Die 25 Stücke der Schokoladentafel sind recht klein was aber gut zur Intensität des Geschmacks passt. Größere Stücke würden nicht gehen.

Auch das Innendesign der Verpackung finde ich sehr schick gemacht.

arriba kakao schokolade aus ecuador

Speise der Götter
Kakao spielte vor mehr als 2000 Jahren in Mythologie und Alltag von Mayas und Azteken eine zentrale Rolle. Hussel hat reinen Arriba Hochlandkakao genußvoll veredelt und führt Genießer dieser einmaligen Spezialität auf eine Reise zurück in die Zeit vor der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus. Genießen Sie diese sorgfältig veredelten und fein würzigen Iara Arriba Edelkakao-Schokolade und Sie werden wissen, warum Kakao die „Speise der Götter“ war und bis heute ist. Hussel Arriba Kakao der Plantage Iara aus Los Rios / Ecuador wird extensiv in Biologischer Qualität angebaut.

Man kann genau sehen woher auf dem Globus / in Ecuador der Kakao her ist, der die Basis für die Schokolade war. Ich finde das verbindet einen noch mal ganz anders damit. Man ist sich irgendwie bewußter, wie besonders diese Tafel ist und wie viel Mühe und Aufwand darin stecken. Da relativiert sich der Preis schnell. Geschmacklich sind mir 82%-Prozent Kakao in der Schokolade zu viel. Mich errinnert die Schokolade geschmacklich schon fast an Kaffee. Ich glaube für diese hochprozentigen Schokoladen ist mein Gaumen noch nicht reif genug. 🙂 Ich gebe mal so 7 von 10 möglichen Punkten.

Post von: Author | 08-27-2007 | um 21:41
Kategorien: Hussel

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6 Kommentare zu “Hussel – Iara Chocolat Grand Cru de Plantation 82%”

  1. Adam Says:

    Hier ein Link zum Thema „conchieren“ (punkt 3) samt Flashfilm zum besseren Verständnis:

    http://www.theobroma-cacao.de/herstell/hersch.htm

  2. Sarotti No. 1 Schokolade aus Ecuador mit 72% Kakao | Schokolade Blog Says:

    […] der Hussel Iara Schokolade ist das die zweite Schokoladentafel, die hier besprochen wird, deren Kakao ausschließlich aus […]

  3. Iara - Kakaobohnen mit Zimt | Schokolade Blog Says:

    […] für sehr feine und teure Schokolade bekannt, hier im Blog habe ich zum Beispiel auch schon die Iara Chocolat Grand Cru 82% getestet. Bei den Bohnen kommt die Iara Schokolade nur zum binden des Zimtes an die Oberfläche […]

  4. Iara Grand Cru Plantagenschokolade 62% | Schokolade Blog Says:

    […] Angabe eine Malz und Karamell Note hat. Der Kakao aus der Tafel, kommt genau wie der Kakao der 80% Iara aus der Iara Plantage in Ecuador. Hier wird der Kakao streng nach Biologischer – EU Verordnung […]

  5. Schokolade Blog » Blog Archive » Hussel - Iara Grand Cru 72% mit Nibs Says:

    […] Infos zum Design und der Verpackung kann man hier nachlesen. Hussel Iara 82% […]

  6. Steff Says:

    Die Plantage „Hacienda Iara“ verkauft ihre Ernte seit einiger Zeit komplett an die Firma Coppeneur in Bad Honnef – zumindest laut dortiger Angabe. Insofern war ich zunächst überrascht, die Schokolade in anderer Verpackung bie Hussel zu finden. Gemäß Nachfrage bei Coppeneur handelt es sich um eine „betriebswirtschaftlich notwendige“ Kooperation – man teilt sich die Ernte zu einem gewissen Teil. Das finde ich nicht ganz korrekt: Wer behauptet, die gesamte Ente sei in seinem Besitz, sollte dies auch durchziehen und nicht einen Teil unter der Hand weiterverkaufen. Doch nun zur Schokolade selbst: Persönlich finde ich die Schokolade aussergewöhnlich – für mich inzwischen eindeutig eine Referenzsorte, an der man andere Sorten messen kann – ein toller, langanhaltender Nachgeschmack, der bis zu 20 Minuten anhält, wenn man das Stück im Gaumen zergehen lässt. In keiner Weise extrem, bei relativ leichter Säure. Iara gibt es in 62, 72, 82 und 100 % Kakao-Anteil. Die 100er ist genießbar, am besten in einem maximal daumennagelgroßen Stück, gut angewärmt, und mit einem Espresso im Nachgang, der dann beinahe süss schmeckt auch ohne Zucker. Die Coppeneur schmeckt mir persönlich besser, auch wenn natürlich dieselben Bestandteile in der Schokolade sind: Das Format der glatten, mit einer Kakaofrucht gestempelten, dünnen Tafel trägt sicher zu einem optimalen haptischen Eindruck bei. Wein oder Bier schmecken aus verschiedenen Gläsern ja auch sehr verschieden, und die Prozesse der Schokolafenherstelölung erlauben natürlich große UNterschiede (Dauer des Conchierens, Temperatur, Abkühlprozess etc.) Die Hussel kommt klassich, verschnörketl, im normalen Stückformat daher – das ist besser zum Portionieren, jedoch hat die Ein-Stück Tafel von Coppeneur mehr Flair – und die Größe der Stücke bleibt eher der eigenen Fantasie überlassen. Übrigens – auch wenn es teuer ist – eine halbe Tafel auf einmal ist durchaus ein Erlebnis, das sich lohnt. Mehr bringt es aber einfach nicht – bereits das 2. Stück ist nur noch halb so interessant. Der Wert dieser Art von Schokolade liegt für mich in der Beschränkung. Zu Iara kann ich nur sagen: Toll, dass es solche Plantagen gibt und Menschen, die solche Qualität leben und unterstützen. 3 Euro irgendwas sind keinesfalls zuviel für 50 Gramm, die man -in Stücken- etwa 8 bis 14 Tage genießen kann.